RaspberryPi 3 - Teil 1

Raspberry Pi 3 – Meine neue Allzweckwaffe

Der neue Raspberry Pi 3 ist seit Ende Februar da und seit Ende April das neue 8 Megapixel Kamera Modul. Da meine alte Outdoor Webcam, nicht so wirklich mit den Witterungsverhältnissen ausgekommen ist, wurde es Zeit für etwas neues. Da der Pi 3 jetzt deutlich mehr Power hat, wird es nicht nur bei der Webcam bleiben. Ich werde dies in einer Serie nieder schreiben und mal schauen wie viele Beiträge es werden und was dann irgendwann noch dazu kommt. Und nun geht’s los mit,

Die Raspberry Wunschliste

  • Outdoor Webcam
  • Außen Temperatur
  • Owncloud Server
  • Integration vom Windows NAS
  • Spielwiese für Webseiten

Die Wunschliste ist sicherlich übersichtlich, jedoch auch vielfältig und hoffentlich nicht anfällig wegen den Einsatzarten. Das wird sich sicherlich erst im Laufe der Zeit zeigen.

Und die passende Einkaufsliste

Die Liste ist schon ein wenig länger und ein paar Anmerkungen gibt es auch noch.

Das Netzteil

Das Netzteil entspricht den Vorgaben von RaspberryPi (Power Requirements), da u.a. die CPU mehr leistet, als auch USB Geräte locker mal 1000mA auf den USB Ports ziehen können. Wird jedoch kein externer aktiver Verbrauch angeschlossen, so sollte ein 2A locker ausreichen. Wer noch ein altes vom Smartphone oder Vorgänger hat, einfach ausprobieren. Gleiches für die Typ A Micro USB Kabel. Ist mittlerweile schon Standard im Haushalt. Bei der Stromversorgung sollte jedoch nicht zu billig sein, oder lieber gleich zu viel wie zu wenig gekauft.

Die micro SDHC Karte

Nicht wunder wenn die Micro SDHC Karte “nur” 15MB Lese-/Schreibleistung hat. Denn mehr ist beim Pi an sich nicht nötig. Der Grund ist das es nur eine USB 2.0 Leitung zwischen SoC und internen USB Hub gibt (siehe Elektronik Kompendium). Dieser kann zwar Maximal 480 MBit/s, was 60 MB/s entspricht. Jedoch auch nur in eine Richtung und die 60 MB/s teilen sich alle USB Geräte. Darunter fällt auch der 100 MBit/s Netzwerkanschluss, WLAN, Bluetooth und der USB Hub selber. In meinem Fall ist der Flaschenhals die Netzwerkkarte (Owncloud/Webcam) mit 100 MBit/s, welche maximal 12,5 MB/s an Durchsatz packt. Daher langt mir eine micro SDHC Karte mit 15 MB/s schreiben. Einzig wenn das Image auf die SDHC Karte kopiert wird, ist eine höhere Geschwindigkeit spürbar. Doch wie oft wird das passieren. Daher entscheidet nur der Preis und evtl ist sogar noch eine alte 8GB Karte von einem alten Smartphone da.

Die Kamera

Da die Kamera für den Außenbereich in Einsatz kommt, wird mit einem HDMI Adapter das Flachbandkabel auf ein Flach HDMI Kabel konvertiert (siehe Petit Studio). Dann klappt auch ohne weiteres ein Verlegen zwischen Innenbereich und Außenbereich durch das Fenster ohne Probleme. Damit erspare ich mir irgendwelche Bohrungen in der Wand bzw. Fensterrahmen. Alternative war das Flachbandkabel an sich, jedoch ist es schlechter zu Verlegen und teuer ist es dann auch bei 3m. Vom Handling her sagt mir die HDMI Lösung mehr zu. Zu beachten ist lediglich das nicht jedes HDMI Kabel zu gebrauchen ist. Meine Erfahrung nach ein paar verschiedenen Typen ist, das wirklich offen gelegt sein muss, wie die Verkabelung der Stecker ist. Sobald kein Ethernet dabei ist, hat es immer Probleme gegeben.

Die serielle Konsole

… will ich nicht mehr missen. Wie oft hat es mir das Leben erleichtert, wenn mal via SSH keine IP Verbindung möglich war. Es wäre am falschen Ende gespart und ein Windows NAS steht auch in der Nähe. Daher ist es eine perfekte Ergänzung und die alten Mini USB Kabel haben auch mal wieder eine Verwendung.

Wetterdaten Empfänger

Der in die Jahre gekommene Wetterdaten Empfänger von ELV war noch vorhanden und daher ist die Kombination zwischen Sender und Empfänger bestens geeignet. Es muss nichts konfiguriert werden, einfach Batterien in den Sender und der Empfänger an einen freien USB Port, easy.

Das Gehäuse

Das größte Problem ist … … … ein Witterungsbeständiges Gehäuse! Eine Erfahrung mit einem Industrie PVC Gehäuse mit IP65 habe ich schon gemacht. Es hat ein Jahr ausgehalten, dann gab es Risse und viel dann schon mehr oder weniger von selbst auseinander. Vermutlich waren die Schwankungen der Temperatur am Dach zu hoch für das Gehäuse. Somit wird es kein PVC Gehäuse und damit muss was stabileres her… Die Suche geht weiter, bisher habe ich nichts passendes gefunden :-/

Das Betriebssystem

Es gibt eine große Auswahl an Betriebssystemen für den kleinen Pi. Jedes hat seinen Einsatzbereich und für mich kommt nur die flexible Raspian Jessy Lite in Frage. Desktop und Co ist nicht gewollt und sonstige Multimedia Features brauch ich ebenso nicht. Eine Anleitung gibt es auch, wie das Image auf die SD Karte kommt. Sollte bedarf bestehen, würde ich noch nachträglich eine ausführliche Anleitung erstellen, ansonsten hier steht alles (siehe RaspberryPi.org)

Der Linux Noob

Und nun kommt die größte Hürde eines RaspberryPi, der Benutzer ohne Linux Kenntnisse :-) Für mich als Windows Jünger ist es schon eine großes Umdenken gewesen, wie Linux so tickt und wie damit umzugehen ist. Daher versuche ich alles so gut es geht zu Kommentieren und bin für jeden Hinweis und Hilfe dankbar, falls der eine oder andere Punkt “unsinnig” ist. Viele Wege führen nach Rom und das ist 1:1 hier ebenso der Fall. Es gibt zig Pakete/Möglichkeiten um ein Problem zu lösen und ob das dann noch “State of the Art” ist? Keine Ahnung, für meinen Teil hat es mir geholfen. Also Input in die Kommentare, wenn was kein Sinn macht oder die Sicherheit nicht gewährleistet ist ;-)

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